Marokko Wirtschaft

Marokkanische Hennalampe

Die Wirtschaft von Marokko wird heute immer noch hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. Der größte Teil der Bevölkerung arbeitet in dieser Sparte.



Schiffswerft in Marokko.
Marokkanischer Angestellter auf dem Weg zur Arbeit.

Das Bild zeigt ein Schiff in der Werft von der ältesten Hafenstadt in Marokko, Essaouira. Außer den Schiffen kann man den Fischern zusehen wenn die mit ihren Booten vom Fischzug im Atlantik in den Antiken Hafen einlaufen. Hier befindet sich auch eine der größten Fischkonservenfabriken von Marokko.

Marokko Fischindustrie

Vor einigen Jahren haben die westlichen Industrienationen Marokko als Dienstleister im Niedriglohnbereich wieder entdeckt, was dadurch zu Ausdruck kommt, dass ganze Schiffsladungen mit Shrimps aus Europa nach Marokko zum auspuhlen transportiert werden.

Nach dem Rücktransport mit Lastkraftwagen landen diese Shrimps letztendlich in den Kühlregalen unserer großen Supermarktketten.

Gerberei in Marokko wie im Mittelalter in der Königsstadt Fes, Nordmarokko.

Marokko Rohstoffvorkommen

In der Industrie hat Marokko bis heute kaum an Bedeutung hinzugewonnen.

Marokko soll sehr große Erdölvorkommen haben, was aber eher nicht so zu sein scheint, sonst würden diese Vorkommen schon längst im großen Stil ausgebeutet.

Der für das Königreich Marokko gewinnbringende Bodenschatz ist immer noch das Phosphat, weil sich in Marokko das Hauptabbaugebiet von Phosphaten befindet, die von der westlichen Industrie dringend benötigt werden.

Marokko Landwirtschaft

In der Gegend um Marrakesch befindet sich die Orangenkammer von Marokko.

Gefärbte Wolle die zum trocknen aufgehängt wurde.

Man sieht Orangenbäume wenn man in Richtung Agadir fährt. Im Norden von Marokko wo der Boden an den Ausläufern des Atlas besonders fruchtbar ist, baut man allerlei Gemüsesorten an.

Es gibt ausgedehnte Wälder und man trifft unterwegs auf Honigbauern, Händler die Arganöl verkaufen wollen oder auf Olivenbauern.

Ziegen bestimmen das Bild, die sogar auf die Bäume klettern um an die besonders schmackhaften und nahrhaften Knospen heran zu kommen, es gibt Schafe und die damit verbundene Lederindustrie.

Felle werden noch wie vor tausenden Jahren gegerbt. Wolle gsponnen und gefärbt. Und natürlich die schönen bunten Teppiche geknüpft.

Teppichhändler in Tafraoute

Marokko Tourismusindustrie

Marokko ist in der heutigen Zeit ein beliebtes Reiseland wegen der Farbenpracht der Dörfer und den Sanddünen in der Wüste wo man noch Kameltrekking unter sternenklarem Himmel machen kann. So wird ein Marokko Urlaub schnell zu einem Abenteuerurlaub.

Heute im Jahr 2011 kommen pro Jahr etwa 4 Millionen Touristen nach Marokko um mehr über die Kultur von Marokko zu erfahren. Etwa 350.000 Touristen reisen nach Fez im Norden von Marokko, weil dort die größte Medina der Welt zu sehen ist.

Etwa 500 - 900.000 Touristen kommen nach Marrakesch der Stadt der Märchenerzähler und Fakire vor dem Hintergrund mittelalterlicher Kulisse. Der Rest verteilt sich auf die anderen Königsstädte von Marokko und die Strände bzw. Wüste Sahara oder den Landschaften der Hamadas, Steinwüsten.

Olivenbauer in Marokko beim pressen von frischem Olivenöl.

Marokko Kunsthandwerk

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig für Marokko ist mittlerweile der Tourismus geworden, von dem auch das Kunsthandwerk profitiert.

So werden heute nicht selten ganze Schiffs- Container voll gestopft mit Hennalampen, marokkanische Fliesentische, Teppiche, Töpferwaren und Silberschmuck nach Europa exportiert, die dort schnell ihre Abnehmer und Liebhaber finden.

In Marokko hat das Kunsthandwerk eine lange Tradition, die sich bis heute kaum verändert hat. Die Produktion der Gegenstände des täglichen Bedarfs findet zum größten Teil ohne großen Maschineneinsatz statt.

Noch immer sitzen die Handwerker in den engen Gassen der Medinas in ihren Souks an Drechslerbänken, die sie mit ihren Füßen antreiben oder treiben mit Hämmern in eigens dafür vorgesehenen Gassen Kupferbleche zu großen Kesseln.

Mosaiktische und Tajine Töpfe die in der Sonne vortrocknen bevor die im Ofen gebrannt werden.

Die typischen marokkanischen Fliesenarbeiten haben bis heute nicht an Bedeutung verloren, seit je her werden diese bunten Fliesen für die Ornamente zur Darstellung des Islam an den bedeutendsten Bauwerken von Marokko verwendet.

Die Hauptproduktionsstätten für die Fliesen und Töpferarbeiten befinden sich in Fes und Safi. Das ist eine Kunst für sich, die Brennöfen in Safi, man kann dabei zusehen wie die immer von neuem gebaut werden. Die Infrastruktur von Marokko befindet sich in einem schlechten Zustand, so gibt es kaum Autobahnen, Schnellstraßen oder Eisenbahnen.

Nur die wichtigsten Städte und Gebiete die für die marokkanische Wirtschaft von Nutzen sind haben gute Verbindungsstraßen. Die meisten Waren werden noch mit Kleinlastern von Ort zu Ort transportiert.

Kunsthandwerk wird in Marokko in der Medina verkauft, das sind die Fußgängerzonen in den Königsstädten und von den Touristen gerne besichtigt.

Marokko ist ein Niedriglohnland mit Stundenlöhnen von teilweise 50 Eurocent.
Es herrscht eine große Landflucht, so sind Dörfer fast nur noch von älteren Menschen bewohnt, früher gingen die jungen Leute in große Städte wie Casablanca (ca. 3 Mio. Menschen) oder Rabat um einen besseren Lebensstandard zu erlangen, heute fliehen sie lieber gleich nach Europa.

Die Kunsthandwerkstradition drückt sich besonders in deren Waren wie Teppiche, marokkanische Lampen die mit Henna bemalt sind, Messingarmaturen, Töpferwaren und Silberschmuck aus.

In letzter Zeit emigrieren sehr viele Marokkaner mit kleinen Holzbooten über den Atlantik um die Inselgruppe der Kanaren die zu Spanien gehören zu erreichen, um von dort Europa zu gelangen.

Marokko Filmindustrie

Im Süden von Marokko finden Sie die Atlas Studios. Nahe dem Wüstenort Ouarzazate liegen die großartigsten Kasbahs von Marokko, die schon in vielen Filmen aus Hollywood- Produktionen, wie Lawrence von Arabien, Gladiator oder Königreich der Himmel als Kulisse gedient hat, gedreht worden.

Marokkanische Porzellandosen
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