Hotels in Essaouira, der alten Hafenstadt in Marokko - Reisebericht

Hotels in Essaouira, der alten Hafenstadt in Marokko - Reisebericht zu meiner Übernachtung, wie das Hotelzimmer ausgestattet war und wie hoch die Preise sind. Wie es überhaupt dazu gekommen ist, bei meiner Rundreise mit dem Wohnmobil in Marokko, in einem Hotel in Essaouira abzusteigen.



Reisebericht, Übernachtungen im Hotel in Essaouira

In Essaouira in einem Hotel in Marokko das ehemals ein Riad war: Innenhof mit Glasdach und Hotelzimmerfenster vergittert, eine große eiserne Lampe in der Mitte und weiß getünchte Wände, auf dem nächsten Bild erkennt man die Galerie.

Nachdem wir aus Nordmarokko über Tetuan, Larache, Asilah, Casablanca und Safi, endlich in Essaouira eingetroffen waren, machten sich meine Freunde gleich auf den Weg zum Campingplatz. Ich wollte mal wieder in einem Hotel übernachten. So, jedenfalls war es besprochen. Man kann ja nicht immer zu dritt im Wohnmobil übernachten. Zudem war ich gespannt, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hotels in Essaouira war.

Ich kannte bei meiner Reise nach Essaouira keine Hotels vor Ort. Meine Reisebegleiter genauso wenig, die machten ihre Reisen durch Marokko, eh immer mit dem Wohnmobil. So machte ich mich alleine auf den Weg nach einem Hotel zu suchen, das meine Reisekasse nicht so stark beanspruchen sollte. Schließlich wollte ich ja 6 Wochen in dem Land aus tausend und einer Nacht bleiben, ohne weiteres Geld tauschen zu müssen. In meinem Geldgürtel steckten lauter Hundert Euro Scheine. 25 Stück an der Zahl. Ich sollte davon ja auch noch das Diesel für die Rückreise mit dem Wohnmobil von Marokko nach Deutschland bezahlen. So war es bei dieser Reise durch Marokko ausgemacht.

So verabschiedete ich mich vor den Toren der Stadt, mit seiner gewaltigen Stadtmauer und begab mich auf die Suche nach einem Hotel. Reiseführer hatte ich nur einen, der war aber sehr schwach auf der Brust, um es mal lapidar auszudrücken. So hatte ich gelesen, dass es in Marokko Hotels der Kategorie von einem bis zu 5 Sternen gibt. Bei den Hotels mit 5 Sternen gab es keine Preisbeschränkung nach oben. Laut den Angaben für ein 5 Sterne Hotel in Marokko, sollte dies einen Übernachtungs-Preis von etwa 800 - 3000 Dirham entsprechen. Die ganz billigen Hotels hatten keinen Stern. Von einem Stern bis vier Sterne waren die Preisangaben bei 100 DH. Bis etwa 1000 Dirham bei 4 Sternen. Bei dieser Reise war der Wechselkurs in Marokko noch anders als heute.

Ich wollte höchstens 40 Euro für eine Übernachtung in einem Hotel in Essaouira ausgeben. In meinem Reiseführer gab es keine Hotel-Empfehlung aus Essaouira. Deshalb machte ich mich alleine auf den Weg, um auf gut Glück ein passendes Hotel für meine Reisekasse zu finden. Doch es kam ganz anders als geplant.

Wo sollte ich hingehen? Es begann bereits zu dämmern. Ich war müde und wollte eine Dusche. Danach noch etwas essen und in den kleinen Geschäften nach Souvenirs Ausschau halten. Die Stadt am Atlantik ist ja bekannt dafür, dass man hier Holzbrettspiele kaufen kann, die kunstvoll mit Intasien arbeiten verziert sind. Meiner Schwester sollte ich unbedingt ein Back-Gammon mitbringen. Schmuck aus Silber, polierte Steine, sogar Teppiche und allerhand Tische aus Holz, Silbern geschmiedet und so weiter gab es in den Basaren, die man an der Stadtmauer entlang findet.

Jedenfalls hatte ich keine Lust lange nach einem Hotel zu suchen. In das Hotel am Stadtplatz, wollte ich nicht gehen. Ich dachte mir, dass man dort bestimmt keine angenehme Nachtruhe haben kann. Ich wollte es auch nicht genau wissen. Wenn schon in einem Hotel in Essaouira übernachten, dann sollte ich das nicht bereuen. Also, lieber etwas mehr Geld für die Übernachtung in Essaouira ausgeben, dachte ich mir. Zudem sieht man es den Hotels in Essaouira von außen auch nicht an, ob es eine teures oder ein billiges Hotel ist.

So führte mich mein Weg, durch das Stadttor ins Innere der alten Hafenstadt am Atlantik. Schon nach ein paar Hundert Meter schlendern, durch die Gassen von Essaouira, dabei soviel orientalische Eindrücke und Gerüche aufnehmend wie möglich, erspähte ich schon ein Hotel, das von außen nicht den Anschein hatte, das es sehr teuer sei.

Nachdem ich die schwere Tür aus Holz, die einem Tor, von einem Weingut in Deutschland ähnelt, hinter mir ins Schloss fallen ließ, erkannte ich an der Rezeption eine Frau, mit französischem Aussehen. Nachdem ich eingecheckt hatte, erfuhr ich warum mich dieser Eindruck nicht getäuscht hatte. Sie war keine Hotelangestellte, sondern die Chefin. Sie hatte, so erzählte sie mir, einen Marokkaner geheiratet und mit ihm zusammen ein halb zerfallenes Riad gekauft und restauriert. Das habe alles sehr viel Geld gekostet, was sich auch an der stilvollen Einrichtung abzeichnete.

Schon, die Rezeption war beeindruckend. Und alles noch so sauber, da merkte man sofort den Einfluss aus Europa. Ich fühlte mich gut aufgehoben. Sie sagte: Das Tor sei die ganze Nacht bewacht und das Hotel sehr sicher. Das glaubte ich auch so schon, da das schwere Holztor mit seinen dicken Eisenbeschlägen auf mich wirkte, wie ein Bollwerk gegen alle möglichen Eindringlinge. Die Rezeption war mit bunten Gläsern verziert. An den Wänden sah man die typischen marokkanischen Spiegel mit goldenem Rahmen. Metalltische mit Füßen aus Holz oder eingeschraubten Messingbeinen. Schatullen aus Holz und Verzierungen an den Wänden mit Silberschmuck. Teppiche, die nicht billig aussahen, schmückten den Boden, sodass ich mich kaum mit meinen verstaubten Schuhen wagte, weiter zu gehen.



Nachdem man mir erzählte, was mich für Annehmlichkeiten in dem Hotel in Essaouira erwarten sollten, konnte ich nicht anders: Ich musste das Zimmer haben. Wo sonst in Marokko, so dachte ich mir, kann man noch ein heißes Vollbad nehmen. In Essaouira ist es abends sogar im Frühling noch recht kalt. So freute ich mich schon auf ein heißes Vollbad. Gedanken an die Wasserknappheit in Marokko schossen mir da sofort durch den Kopf. Dennoch, es musste einfach sein. Ich wollte unbedingt das Vollbad in Marokko erleben.

Der Innenhof im Hotel in Essaouira

Als wir schließlich zusammen zu meinem Hotelzimmer gingen und aus dem Dunkel der Lobby hinaustraten, traute ich kaum meinen Augen: Ein heller Innenhof. In der Mitte ein Springbrunnen. Pflanzen wohin man sah. Der Boden glänzte mit seinen bunten symmetrisch angeordneten Fliesen. Die Veranden, getragen von runden Säulen, waren mit filigranen Fliesen auf halber Höhe verziert. Sogar, die für Marokko typischen, geschwungenen, Zwiebelbögen gab es. Da musste man sich einfach tagsüber aufhalten wollen, wenn es draußen brütend heiß ist, dachte ich mir. Einfach ein Paradies in der Wüste, wie man es aus den marokkanischen oder orientalischen Klischees kennt. Nicht umsonst wird so in Marokko, der Garten Eden nachempfunden. Der Innenhof ist ein Teil davon.

Die Zimmer lagen über eine Veranda zugänglich, um diesen marokkanischen Garten Eden, über drei Stockwerke verteilt. Ich bekam ein Zimmer im Erdgeschoß, das auch mit einer schweren Holztür zu schließen war.

Das Zimmer im Hotel in Essaouira

Der erste Eindruck, der mir sofort ins Auge fiel, war das große Bett. Das Bett in dem Hotelzimmer in Essaouira hatte richtige Daunendecken und Kissen. Das Gestell, ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck dafür, war in dunklem Holz gehalten. Es hört sich jetzt etwas übertrieben an, aber es war reich mit Schnitzereinen verziert. Das Bett war schön weich. Die Fenster waren noch mit den schweren hölzernen Klappläden versperrt. Diese ließen sich aber dennoch leicht gen Innenhof öffnen. So konnte ich die Ausmaße des Zimmers, den gefliesten Boden und die Einrichtung besser in Augenschein nehmen. Ich hatte ein Doppelbett. Zwei hölzerne Nachttische, nicht so gewöhnlich wie bei uns. Im marokkanischen Stil, eben. Weitere Tische aus reich verzierten silbrig glänzend wirkenden Tabletts auf Holzunterbau. Daneben zwei Sessel. Eine silberne schwer wirkende Teekanne, Teegläser bunt verziert, wo nur etwa 0,1 Liter Tee hinein passt. Die Wände in hellen Erdfarben gehalten und mit einem Holzschrank für die Kleider ausgestattet. Dabei hatte ich nur einen Rucksack mit Kleidung zum wechseln und ein Handtuch, das ich aber nicht gebraucht hätte. Zwei Fenster hatte mein Hotelzimmer. Fenster mit den für Marokko typischen bunten Gläsern, die man halb geöffnet mit einem Riegel sichern konnte.

Das marokkanische Bad im Hotel in Essaouira

Ein Haman mit Eunuchen, wie man das aus Filmen kennt, war es nicht. Dennoch nicht zu verachten. Die Wanne stand in der Mitte einer Wand vom Badezimmer, die mit den marokkanischen Fliesen verziert war. Die Füße der Wanne erinnerten an Füße, wie Löwen sie haben. Die Wanne war gusseisern und außergewöhnlich hoch an den Seitenwänden. Das Wasser konnte man über eine Mischarmatur aus Messing bedienen. Die Toilette war von einer halbhohen Mauer vom übrigen Teil des Bades abgetrennt. Es gab eine französische Toilette. Das Waschbecken war aus Messing mit dazu passenden Armaturen ausgestattet. Die Farben des Bades wirkten in blauem Grundton. Die marokkanischen Kunsthandwerker mussten viel Arbeit bei der Ausgestaltung von dem marokkanischen Bad in meinem Hotelzimmer in Essaouira gehabt haben.



Neben Kerzen in den marokkanischen Kerzenständern bunt gehalten, wie man sie in Safi, der Stadt der Keramik in Marokko kaufen kann, waren noch die typischen marokkanischen Lampen im Zimmer, die auch aus bunten Gläsern hergestellt sind. Jetzt habe ich die auch daheim an meinen Decken hängen.