Alte Kasbah an der Blauen Ouelle Meski

Sandsturm, Fahrt in die Sahara nach Merzouga, zur Größten Wanderdüne Marokkos, Erg Chebbi

Kasbah neben dem Campingplatz und Abwarten im Sandsturm bevor es zur Sanddüne weitergeht

Diese alte Kasbah kann man vom Campingplatz aus sehen, sie soll ab und an noch bewohnt sein und ist über einen schmalen Fussweg zu erreichen.

Die Kasbah liegt ca. 300 m entfernt vom Camp. Nach 3 tagen Erholung in der Oase beschlossen wir zur größten Sanddüne Marokkos zu fahren.

Doch am nächsten Tag brach ein Sandsturm los, so heftig das man die Oase nicht mehr verlassen konnte.

Der Sand kroch durch jede Ritze unseres Reisemobils. Neben uns zelteten ein paar Franzosen, der starke Wind brachte ihr Zelt sehr heftig zum flattern, sie konnten sich während des Sturms nur im Zelt aufhalten.

Der Sandsturm dauerte mehrere Tage und abends kühlte es stark ab, so haben wir die Franzosen in unser Wohnmobil zum Abendessen und aufwärmen eingeladen.

Leider konnte nur einer der Jungs Englisch und wir nur wenig deren Heimatsprache, sodass die Verständigung untereinander noch mit "Händen und Füssen" Unterstützung fand.

Am fünften Tag des Sturms der schon merklich abgenommen hat wollten wir endlich Los zur Sanddüne.

Durch den Sturm kam unser Zeitplan etwas durcheinander weil wir zu Sylvester am Meer sein wollten und uns dort mit Freunden verabredet hatten.

Fahrt im Sandsturm nach Erfoud und Merzouga, Wüstenort in der Sahara

Der Wind blies noch sehr heftig als wir den Campingplatz verlassen hatten.

Anfangs war die Straße zur größten Wanderdüne Marokkos noch geteert und ging später in eine Piste über.

Vom Campingplatz bis zur Sandüne in der Sahara sind es ca. 70 Km, nach ca. 50 Km erreicht man den Wüstenort Erfoud, dann soll man nach Auskunft der Einheimischen die letzten 25 Km auf einer Sandpiste immer an den Strommasten entlang fahren, was ganz leicht zu sehen wäre, so immer den Fahrspuren auf der Piste nachfolgend, so könne garnichts passieren.

Panne in der Wüste (Im Sand festgefahren)

Hier gut zu erkennen, schon die ersten Strommasten. Nach dem abbiegen auf die Piste immer an den Masten entlang den Spuren im Sand der vorherigen Fahrzeuge folgend.

Am Anfang war das ja kein Problem aber nach ein paar Kilometer teilten sich die Spuren sodass man in dem Sandsturm nicht mehr erkennen konnte welche Spur jetzt die richtige ist.

So dauerte es auch nicht lange bis wir auf unserer gewählten Spur vor uns eine Sandverwehung sahen.

Wir dachten das schaffen wir mit ein wenig Schwung schon die 10 Meter durch die Verwehung zu kommen. Also gab ich noch ein wenig Gas um noch schneller zu werden.

Die ersten 4 Meter schafften wir, doch plötzlich und fast abrupt blieben wir im Sand stecken. nachdem ich noch probiert hatte da wieder raus zu kommen, indem ich ein wenig die Räder des Wohnmobils im Sand durchdrehen ließ, saßen wir endgültig fest.

Beim nachsehen stellten wir fest, daß die Antriebsachsen den Sand schon berührten.

Es war ein heftiger heißer Wind, der da über die Wüste bließ. Mit meinem Klappspaten stellte ich fest, das die Verwehung garnicht so tief ist und da wir ja "nur" noch 6 Meter weiter mußten, um da wieder raus zu kommen, war ich ganz zuversichtlich das auch zu schaffen.

Wasser hatten wir ca. 80 Liter dabei.

Die Rettung

Mit dem Klappspaten, Sandblechen für unter die Reifen, wär das schon zu schaffen, dachten wir.

Doch nach ein paar Minuten schaufeln bekam ich schon so einen riesen Durst, daß ich gleich mal eine große Pause machen mußte, dabei hatte ich erst ein Stück weit eine Fahrspur freigeschaufelt.

Schon dachte ich daran, daß schon Leute in der Wüste verdurstet sind. Doch zum Glück kam aus der Wüste ein Auto angefahren.

Der Fahrer ein Beduine und wie sich später herausstellte hatte er in der Wüste eine Karavanserei, hielt sofort an, stieg aus seinem Wagen aus da sah ich, daß sein rechtes Bein bis zum Oberschenkel amputiert war, er hatte Krücken als Unterstützung zum gehen.

Er war unterwegs, um ein Touristenpärchen in die Stadt zurückzufahren. Nach seiner Begutachtung unserer Panne, entriss er mir den Klappspaten, warf sich in den Sand und schaufelte wie ich nie hätte schaufeln können. Er bewegte die Sandmassen als wär er damit verwachsen.

In der Zwischenzeit sammelten wir Gestrüpp und legten es unter die Räder, die der Saharui bereits freigeschaufelt hatte, mit den Sandblechen einigen Decken und Teppichen, die wir zuvor in der Oase gekauft hatten und unter die Reifen legten, schafften wir es mit vereinten Kräften wieder frei zu kommen.