Sidi Ifni liegt ca. 170 Km südlich von Agadir am Atlantik. Sidi Ifni eine von den Spaniern im Jahr 1970 verlassene Stadt mit einigen Art Deko Häusern, einem Hotel auf einem Berg mitten in der Stadt und eines am Strand.
Ein Andalusischer Garten mit einem Restaurant liegt in der Talsenke des Ortes. In der Stadtmitte gibt es einen Marktplatz auf dem Sonntags der Souk stattfindet.
Neben diesem Markt gibt es das gemütliche Cafe Achmed bei dem man in der Wintersonne sitzend einen frisch gepressten Orangensaft oder leckeren Milchcafe zu sich nehmen kann und das treiben auf der Straße beobachtet.
Im Innern des kleinen Cafes ist über eine Wendeltreppe aus Holz die Dachterrasse eines kleinen Turmes zu erreichen, von wo man die Aussicht über die Stadt sowie den Souk mit seinem Fischmarkt überblicken kann.
Tipp!!! Um den Fischmarkt gibt es Fischbratereien in denen man seinen zuvor gekauften frischen Fisch zubereiten lassen und verzehren kann.
Mittlerweile ist aus dem kleinen ruhigen Fischerort ein Ort der Surfer geworden, weil hier der Atlantik ausgezeichnete Bedingungen für das Wellenreiten bietet.
Geheimtipp!!!
Etwa 10 Km von Sidi Ifni entfernt in nördlicher Richtung kurz vor der Ortschaft Mirleft liegt die Legziera, ein Strandabschnitt der über eine Piste erreichbar ist.
Strand Legzira 2009
An diesem einsamen Strand gab es nur ein kleines Hotel und ein paar Kneipen sowie Häuser von den ansässigen Fischern. Heute ist dieser Strand an der Legzira leider nicht mehr so einsam, fast der ganze Strandabschnitt ist mittlerweile zugebaut worden. Auf dem Plateau wo man in seinem Wohnmobil übernachten kann, wird man das in absehbarer Zeit auch nicht mehr machen können.
Einsame ruhige Strände deren Ruhe nur von der Brandung des Atlantiks unterbrochen wird. Die Brandung des Atlantiks donnert nachts mit lautem Getöse bis kurz vor das Hotel Abdul, jedoch kann man bei diesem stetig gleichbleibenden "Lärm des Meeres" sehr gut und erholsam schlafen. Mehr Infos über die Legzira bei Sidi Ifni.
Bilder von dem Hotel mit seinen Bizarren Felsformationen können Sie aus den beiliegenden Seiten mit Infos sehen.
Sidi Ifni Reisebericht
Einlandung zum Essen in Sidi Ifni
Weil wir in Sidi Ifni viele Marokkaner persönlich kennen, haben wir viel über die Lebensgewohnheiten der Einwohner von Sidi Ifni erfahren können. Diese Wissen, wollen wir aus Respekt der Bewohner aber nicht an die große Glocke hängen. Wir sind in der Hauptsache von der Legzira nach Sidi Ifni gefahren um dort Lebensmittel einzukaufen. Drei mal waren wir zu einem privaten Besuch bei marokkanischen Familien zum Essen in Sidi Ifni eingeladen. Bei einer Einladung zum Essen in Marokko, konnten wir feststellen, das im Süden des Landes noch nach alten Traditionen gelebt wird. So ist es immer noch in Marokko üblich wenn Besuch kommt, das die Frauen in einem anderen Zimmer als die Männer essen. Bei unserer Einladung zum Essen in Marokko, mußten wir nach Sidi Ifni kommen. Das marokkanische Haus, sah von außen schlicht und einfach aus, in einer kleinen Seitenstraße gelegen, mit einem für Marokko typischen Innenhof. Innen im Gebäude waren die Zimmer nur spärlich eingerichtet. Es gab in dem Raum wo die Männer sich zum Essen zusammen gefunden hatten ein Sofa mit der für Marokko typischen dicken Polsterung, einen niedrigen Tisch und einen Fernseher. In dem haus war es der angenehm kühl, obwohl draußen große Hitze herrschte. Unsere Frauen hätten bei der Einladung zum marokkanischen Essen, bei den Männern speisen dürfen, wollten jedoch lieber aus Solidarität bei den marokkanischen Frauen im Nebenzimmer den Kuskus zu sich nehmen. Später ließen sich die Frauen noch die Hände mit Henna verzieren und die Männer saßen beisammen bei marokkanischem Minztee und Plätzchen.
Sidi Ifni Cafe Ahmed Reisebericht
Bei jedem Besuch in Sidi Ifni mußten wir ins Cafe Ahmed gehen um uns einen leckeren Milchcafe zu bestellen oder einen frisch gepressten Orangensaft trinken. Einmal haben wir uns mit unseren marokkanischen Freunden, Rachid, Ahmed und noch ein paar marokkaner in dem Cafe in Sidi Ifni verabredet. Zu neunt saßen wir auf dem kleinen Turm des Cafe Ahmed, der einst wohl zur alten Stadtmauer die den Markt von Sidi Ifni umgrenzt und ließen es uns gut gehen. Ein weiteres Highligt in Sidi Ifni ist die Molkerei, wo man leckeren frisch zubereiteten marokkanischen Joghurt zu sich nehmen kann. Wenn man kein französisch Sprechen kann, sagt man einfach Danone, schon verstehen die marokkaner was man möchte, weil aber Danone auch in Marokko Joghurts vertreibt und der in der Molkerei von Sidi Ifni zu haben ist, muß man noch zusätzlich mit dem Finger darauf deuten was genau man möchte. Man bekommt dann in der Molkerei noch einen kleinen Löffel und kann sofort genießen.
Sidi Ifni, Besuch beim Barbier, Reisebericht
In Sidi Ifni gibt es mehrere Barbiere. Meist wenn ich in Sidi Ifni war, nutze ich gleich die Gelegenheit zum Barbier zu gehen. Eigentlich, dachte ich vorher, was ist wenn der marokkanische Barbier mich mit seiner scharfen Klinge beim Rasieren schneidet und das Messer nicht steril sei. Es könne ja vorkommen, das mit der gleichen Klinge vorher jemand geschnitten wurde, der irgendeine Krankheit hatte und ich mich infizieren könnte. Dieses Vorurteil habe ich dann einfach mal so stehen lassen und es selbst ausprobiert. In Sidi Ifni unter der Arkaden, die ganz oben auf unserem Foto zu sehen sind gibt es einen Barbier. Zur Mittagszeit ist Siesta und der Barbier in Sidi Ifni hat geschlossen, deshalb sollte man vor 12 Uhr oder erst nach 16 Uhr, wenn es etwas kühler geworden ist sich dort Rasieren lassen. Ich also frohen Mutes, ohne Hintergedanken zum Barbier in Marokko. Zuerst mußte ich mich auf einen bequemen Rasierstuhl setzen, den Kopf nach hinten und den Hals weit vor, bekam warme feuchte Tücher auf meine Bartstoppeln gelegt damit die Härchen meines Bartes weich werden sollten. Nach dieser Prozedur, kam das scharfe Rasiermesser das erste mal zum Vorschein. Der marokkanische Barbier nahm das Messer in die eine Hand und kippte mit der anderen eine Flüssigkeit aus einem kleinen Fläschchen darüber. Mit einem Feuerzeug zündete der Barbier von Sidi Ifni die Flamme und die Klinge war steril. Dann wurde mein Gesicht noch mit einer wohl riechenden Paste aus der Tube von dem Barbier eingeseift. Dann begann die eigentliche Rasur, mittendrin dachte ich daran was wohl passieren würde wenn der Barbier mit seiner scharfen Klinge abrutscht, doch dies war nicht der Fall. Mit geübten Händen vollbrachte der Barbier von Sidi Ifni seine Kunst an meinem Gesicht. Als es so aussah, das die rasur fertig wäre, begann die gleiche Prozedur von neuem. Ich dachte, Wow, das ist aber eine gründliche Rasur, das ist in Marokko beim Barbier aber so üblich. Nachdem die Rasur dann fertig war, nahm der marokkanische Barbier noch eine Flasche und besprühte mein Gesicht damit. Plötzlich brannte meine Gesichtshaut wie Feuer und der Barbier schaute, als ob er sagen wolle, "starker Stoff". Doch ich habe versucht keine Miene zu verziehen, ein Mann kennt keinen Schmerz. Naja, ich weiß nicht ob er was gemerkt hatte, vieleicht hatte ich mich ja verraten wie ich gezuckt habe als es anfing im Gesicht zu brennen. Danach bekam ich noch den frisch rasierten Bart mit einer Paste eingerieben Den Ventilator, den der marokkanische Barbier von Sidi Ifni in seinem Salon hatte, merkte ich jetzt erst richtig weil mein Gesicht jetzt angenehm kühl war. So ein Besuch beim Barbier in Marokko, sollte jeder männliche Tourist mal machen, weil man noch ohne vorher etwas sagen zu müssen, die Haare aus der Nase und dem Ohr entfernt bekommt. Als letztes wird falls vohanden noch der Oberlippenbart zurecht gestutzt. Diese Rasur in Marokko hat etwa 30 Minuten gedauert und war für mich wie eine Wellnessoase unter heißer Sonne.
Karte Sidi Ifni
Wo genau in Marokko Sidi Ifni liegt, sehen Sie anhand unserer Karte.
Bookmark/Search this post with: