Geschichte des Islam und Marokko bis in das 18. Jahrhundert.
Die Zeitrechnung des Islamischen Glaubens beginnt im Jahr 622 mit der Auswanderung, der sogenannten Hedschra, des Propheten Mohammed, von Mekka nach Medina.
In Etwa ab dem Jahr 632 erobern die Araber Syrien, Nordafrika, Mesopotamien was soviel wie Zwischenstromland heißt und zwischen dem Fluss Tigris und Euphrat im heutigen Irak liegt. Die Araber dringen bei diesem Eroberungsfeldzug sogar bis nach Indien und Spanien vor.
Um das Jahr 660 wird die Omayadendynastie mit dem Kalifat von Damaskus, der Hauptstadt von Syrien, gegründet die bis ins Jahr 750 andauert. Danach wird die Herrschaft der Omayden gestürzt, die sich nach 756 mit dem Kalifat von Cordoba, nur noch in Spanien halten können. Auswirkung: Arabien wird zersplittert. In das Kalifat von Bagdad mit den Abassiden, den Fatimiden Kalifat von Kairouan (eine der 4 Heiligen Städte des Islam) im heutigen Tunesien, dort befindet sich die Sidi Okba Moschee, die zum Weltkulturerbe zählt, dem Abassidenreich in Kairo im heutigen, Ägypten, wo die Mamluken, das waren türkische Söldner die die Macht mit den Titeln Baibars, Hassan, Barkuk, Kait und Bai, was grob übersetzt "Herr oder Regent" bedeutet, inne hatten.
Ab dem 11. Jahrhundert fallen die Turkvölker, Türken über Kleinasien her und im 13 - 14. Jahrhundert die Mongolen mit Dschingis Khan und gründen mit Timur eine Residenz in Samarkand, Tschadsikistan.
Im 15. Jahrhundert fallen die Türken über den Balkan her und erobern mit Mehmed dem zweiten, Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Daraus resultierend der Verlust der Vorherrschaft von Byzanz (byzantinisches Reich), der Ostkirche. Von nun an regierten die Türken das östliche Mittelmeergebiet.
Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert verlagern die Sefewiden ihre Herrschaft nach Persien und der Hauptstadt Isfahan (Weltkulturerbe), dem heutigen Iran. Die Großmoguls, das sind die Mongolenkaiser regieren über Indien.
Islam als Religion
Islam heißt wörtlich übersetzt, Ergebung in Gottes Willen. Der Prophet Mohammed, ein gewöhnlicher sterblicher soll der letzte von 124000 Propheten sein, die berühmtesten Propheten in der islamischen Geschichte waren: Adam, Noah, Abraham, Moses und Christus. Der Prophet Mohammed soll von Christus vorausgesagt der größte aller Propheten sein und erhielt das Buch der Offenbarung, den Koran durch den Erzengel Gabriel überreicht.
So lehrte Mohammeds besagt, dass es nur einen Gott gibt, der nicht nur das Gute, sondern auch das Böse geschaffen hat. Später wurde jedoch wegen den Arabern zuliebe, das Heilige und der Kult der Heiligengräber geschaffen, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.
Das es im Islam keinen Bilderkult gibt kommt daher, dass Mohammed sich den Allmächtigen Gott nie in Menschengestalt vorgestellt hat. Nach Ansicht des Islam ist der Mensch unfrei, weil sein Leben von Gott vorausbestimmt ist. Das jüngste Gericht hingegen, wird von Mohammed im Glauben aufgenommen, das darüber befindet, wie der Mensch dem Wirken Gottes zustimmt oder nicht.
Zu Zeiten Mohammeds, war die Religion des Islam mit dem Staat fest verbunden. Die Nachfolger Mohammeds nannten sich von nun an Kalifen, waren aber in ihrer Rechtmäßigkeit als Propheten umstritten. Die Anhänger der Partei (Schiiten), Schia betrachteten nur den Schwiegersohn von Mohammed als dessen Nachkomme und rechtmäßigen Kalifen was zu Streitigkeiten führte.
Die Araber, die den Islam damals als Eroberung gedeutet hatten, überrannten in nur kurzer Zeit fast die ganze Welt, was fast in der Besetzung der ganzen Kulturwelt des Westens gipfelte. Da die Araber bis dahin als Nomadenvolk gelebt hatten, übernahmen sie die monumentale Baukunst als sie sich sesshaft machten. Sie übernahmen aus diesem Grund die Formelemente wahllos aus der Spätantike, wie die hellenistisch-römische, die frühchristliche Baukunst, persische, neupersische und indische Elemente. Weil jedoch die Bilddarstellung von Gott verboten ist, entwickelte sich eine Dekorationskunst, die in der Ornamentik der Arabesken und Mauresken wiedergespiegelt wird. Aus den tektonischen Bogenformen, Gewölben und Pendentifs entwickelte sich daraus eine Pracht, die den Eindruck einer romantischen Märchenwelt aus "Tausend und einer Nacht", erweckt.
Die Moscheen im Islam
Die Lehre Mohammeds besagt, daß es zum Beten keinen festen Kultplatz geben muß, sondern das dem Gottesanruf überall nachgegangen werden kann. An den Freitagen, treffen sich die Mohammedaner zum gemeinsamen Gebet, preisen Gott (Allah) mit ständigen Wiederholungen, die nur durch Gesänge unterbrochen werden. Bevor sie den Gebetsraum in einer Moschee betreten müssen zuerst die Schuhe ausgezogen und die Füße am Reinigungsbrunnen gesäubert werden. Die islamischen Frauen müssen in einem separaten Gebetsraum, der in einem abgetrennten Bereich der Moschee liegt - Beten.

Die auf dem Bild gezeigte Moschee ist bei einer Nilkreuzfahrt in Luxor und einem Badeurlaub in Hurghada in Ägypten aufgenommen worden. Im Fastenmonat Ramadan, der nicht immer zum gleichen Zeitpunkt des Jahres stattfindet, wird die Moschee zum längeren verweilen, dem sogenannte Exerzitien benutzt. Die Mohammedaner sollen mindestens 5 mal am tag Beten, indem sie sich in Richtung Mekka ausrichten, im Morgengrauen, am Mittag, drei Stunden nach Mittag, nach Sonnenuntergang und der Einbruch der Nacht Beten.
Studenten oder Fremde können in einer angeschlossenen Herberge oder Spitälern übernachte, die an der Moschee angechlossen ist. Auch politische Versammlungen, Beratungen und Gerichtstage wurden in den Moscheen abgehalten. Der Imam, dem ein Khatib (Ordner) und ein Muezzin (Gebetsrufer) zur Seite steht, hat die Leitung über die Einrichtungen des Kadi (Gericht).
Normalerweise ist die Grundform der arabischen Wohnhäuser als Grundriß für eine Moschee verbindlich, in der Vergangenheit jedoch wurden auch verlassene Kultstätten anderen Glaubens für die neue Lehre übernommen (Hagia Sofia, Istanbul, Türkei). Ein traditionelles arabisches Haus, bestand aus einer überdeckten Halle auf Palmstämmen mit einem Hof und Brunnen in der Mitte.
Der Ort der Niederwerfung, Masdjid oder Djami Haupt- Moschee besteht aus einem Säulensaal, der breit gelagert ist, dem sogenannten Haram. Die Abschlußwand des Haram wird durch die Lage zur Richtung nach Mekka (Qibla) beeinflusst, die durch eine flache Nische, der sogenannten Mihrab markiert wird. Ein Minbar, wie der Predigtstuhl einer Moschee genannt wird steht neben dem Mihrab. Die Pfeiler und Säulen des Haram sind durch Bogenreihen, die parralel zur Qiblawand angeordnet sind, miteinander verbunden. Das im rechten Winkel zum Mihrab verlaufende "Schiff" ist oft in seiner Höhe extra betont und breiter ausgebildet.
Vor dem Mihrab gibt es noch ein abgegrentes von einer Kuppel überwölbte Platz, der für den Kalifen (Maqsura), als Betplatz angeordnet ist. Der Hof vor dem Haram ist meist von einer Säulenhalle umgeben, in der Mitte gegenüber liegt das Minaret (Turm) für den Muezzin (Gebetsrufer). Erst in der Neuzeit wurden, weil es schöner ausschaut, an den Moscheen zwei oder sogar vier schlanke Minaren an den Ecken einer Moschee errichtet.
Bookmark/Search this post with:
Kommentare
Urlaub beim Ramadan in Marokko
Da in der Religion vom Islam, zu der die Bevölkerung Marokkos zum größten Teil zählt, einmal im Jahr zum Gefallen Allahs gefastet werden soll, gibt es den Ramadan. Der Ramadan ist der neunte Monat des Mondjahres in Marokko und somit Islam.
Wann der Ramadan in Marokko 2008 ist
Der Fastenmonat Ramadan ist für die Moslems im Jahr 2008 im Monat September. Der Fastenmonat Ramadan verschiebt sich alljährlich um ein paar Tagen. Wieviel Tage das sind erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt, ich weiß es, will es aber noch nicht sagen. So, jetzt haben Sie die Möglichkeit in einem eigenen Kommentar selbst etwas zum Thema Ramadan zu sagen, wann, wie und warum sich der Fastenmonat Ramadan im Islam alljährlich verschiebt. In welchen Monat der Ramadan 2009 in Marokko fällt, erfahren Sie auch noch.
Urlaub in Marokko im Fastenmonat Ramadan
Was es bedeutet seinen Urlaub als Nichtmoslem im Fastenmonat Ramadan in Marokko zu verbringen haben wir bei unserer zweiten Reise nach Marokko erfahren können.
Vor und Nachteil beim Urlaub in Marokko zum Ramadan
Da während der Fastenzeit im Monat des Ramadan in Marokko die Menschen zwischen Sonnen Auf -und Untergang weder essen noch trinken, ist es auch für Touristen, die nicht Moslems sind, unhöflich in der Öffentlichkeit zu speisen. Das gute daran wenn man den Urlaub in Marokko beim Ramadan verbringt, ist das es abends wenn es dunkel ist verschwenderisch viele Leckereien die es sonst nicht gibt aufgetischt werden. Die exotischen Gerüche nach Zimt und gebratenem in einer märchenhaften Kulisse der alten Bauwerke mit seinen unvergleichlichen Bewohnern verführt zum schlemmen. An jeder Ecke werden Süßigkeiten die aus allen möglichen Nüssen zubereitet sind verkauft, sodass man beim Urlaub in Marokko während des Ramadan auf die "Linie" achten muß. Besonders die Pasteten, die während der Zeit des Ramadan in Marokko feil geboten werden, sind frisch von den marokkanischen Frauen zubereitet und werden abends zum Marktplatz gebracht. So ist eine Urlaub in Marokko ein Erlebnis der besonderen Extraklasse, wenn dieser in den Fastenmonat Ramadan fällt.