Marokko hat eine Ausdehnung von 710 850 Quadratkilometer und erstreckt sich vom Norden sichelförmig 2800 Km entlang des Atlantiks bis nach Süden an die Grenze von Mauretanien. Die Mittelmeerküste ersteckt sich von Ceuta bis an die Algerische Grenze.
Die Haupstadt Rabat ist seit 1912 das Verwaltungszentrum. Heute leben ca. 40 Millionen Menschen in Marokko.
Marokko wird durch drei Bergketten von Ost nach West durchzogen, den mittleren Atlas, den hohen Atlas mit mehreren 3000 m hohen Gipfeln, sowie dem Anti Atlas der allmälich in die trockene Sahara übergeht, mit seiner Stein und Sandwüste, nur unterbrochen durch Oasenstädte.
Im Atlasgebirge leben die Berber, ein alter Stamm Marokks. Der Norden Marokkos ist sehr fruchtbar und bergisch. Hier gedeihen Oliven, Zitrusfrüchte, Weizen, Mais, Kartoffeln, Karotten usw. die Landschaft ähnelt der von Frankreich und teilweise der Schweiz.
Der Osten Marokkos mit seinem freiheitsliebenden Menschen und dem Rifgebirge ist nur schwer regierbar und für Reisen auf eigene Faust eher ungeeignet.
Die Meisten Touristen besuchen Agadir am Atlantik mit seinem gemäßigten Klima und einer Küste die an die Costa Brava erinnert.
Die Königsstädte Rabat, Casablanca, Fes oder Marrakesch werden nicht so oft besucht da sie in ziemlicher Entfernung von Agadir liegen, dem häufigsten Ankunftsort Marokkos.
Der Süden ist sehr trocken, steinig und felsig, nur von Wadis (Flüssen) mit den dazugehörigen Dattelpalmoasen und Dörfern oder Städte unterbrochen.
Lohnenswert ist im Süden der Besuch der Blaue Quelle, Meski und der nahegelegenen größten Sanddüne Marokkos, Erg Chebbi.
Der Karawanenstadt Zagorra etwas weiter westlich um an einem Kameltrekking in der Wüste teilzunehmen.
Intressant ist noch der Kamelmarkt in Goulimime sowie der Küstenabschnitt zwischen Mirleft und Sidi Ifni mit seinem einsamen traumhaften Küsten die immer mehr auch von Surfern als Geheimtipp entdeckt werden.
Warum und wo man in Marokko die Amoniten findet
Bei unserer Reise durch Marokko konnten wir erfahren und sehen warum es dort soviele Amoniten zu finden gibt. An der marokkanischen Steilküste zum Atlantik hin, erkennt man an der Abbruchkante, dass viele kleine Muscheln von der roten verfestigten Erde umschlossen sind. Das kuriose an der Geschichte ist, dass diese Muscheln nicht wie vermutet in Meereshöhe zu finden sind, sondern viel weiter oben, in einer Höhe von etwa 15 bis 20 Meter. Daraus erkennt man, dass diese geologischen Erdschichten einst der Meeresboden waren. Genauso verhält es sich mit dem Atlas, der hat sich auch erst im laufe der Jahrmillionen zu dieser imposanten Bergkette in Marokko aufgetürmt. Jetzt muß nur noch gesagt werden, wo man in Marokko die größten und die meisten Amoniten findet. Ich denke mal, dass jeder weiß was Amoniten sind. Für diejenigen, die das nicht Wissen, sei gesagt, dass die marokkanischen Amoniten versteinerte Kopffüssler sind, die vor hunderten von Millionen Jahren auf unserem blauen Planeten gelebt haben. In einem Tal nahe Agadir, wenn man in Richtung des Valle Imouzzer des Ida Outanane fährt, findet man jede Menge Shops die Amoniten in allen größen, pollierte und naturbelassene kaufen kann. Wenn man dabei geschickt vorgeht, das heißt sich beim Handeln mit den marokkanern Zeit lässt, kann man Amoniten für ein gutes Preis- Leistungs- Verhältnis kaufen. Gerne nehmen die marokkanischen Amoniten- Händler im Valle Imouzzer des Ida Outanane, auch andere Waren zum Tausch gegen Amoniten an. Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen im Valle selbst nach den Amoniten zu suchen, dies sollte man aber besser bleiben lassen. Wenn man durch das Valle fährt sieht man zu Füssen der Schlucht aufgetürmte Steinhaufen, in denen man nach den urzeitlichen Versteinerungen suchen kann. Dies ist aber sehr gefählich, da diese Steinhaufen leicht ins rutschen geraten können. Bessere Möglichkeiten nach Amoniten in Marokko zu suchen hat man im Atlasgebirge. Der Atlas, der in Marokko Antiatlas heisst weist ein Hochplateau auf, dort ist es nicht so gefährlich nach Drusen und Amoniten zu suchen. Die Frage was das mit der Geographie von Marokko zu tun hat, erklärt sich zur Entstehungsgeschichte der geographischen Begebenheit in Marokko, doch dazu später mehr.
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