Marokko Atlas, geographische Lage
Der Atlas ist nicht nur der Träger des Himmelsgewölbes, der einer griechischen Sage aus der Antike entstammt, sondern auch ein mächtiges Gebirgsmassiv, im Norden von Afrika. Der Atlas erstreckt sich zwischen den Längengraden 0 - 10 in westliche genauso wie in östlicher Richtung und den Breitengraden zwischen 28 und in etwa dem siebenunddreißigsten. Somit zieht sich das Hochland des Atlas von Marokko im Westen durch Algerien und mit seinen Ausläufern bis nach Tunesien hinein.
Marokko Atlas, Gliederung
Der Atlas, dessen Gebirgszüge sich neben den sogenannten Schotts erstreckt, das sind Seen ohne einen natürlichen Abfluss, den sogenannten Salzpfannen, weil das Wasser die Mineralsalze der Erdkruste aufnimmt und nicht abtransportieren kann und sich so in den natürlichen Senken sammelt und sich dann in der Regenzeit im Winter schnell ein Salzsee oder Sumpf bilden kann, gliedert sich in fünf Bereiche auf, das heißt: Der Hohe Atlas liegt im Westen von Marokko mit den größten Erhebungen von bis zu 4170 Meter, nördlich davon der Mittlere Atlas und daneben nordöstlich, der Tell Atlas. Der Anti Atlas mit seinen Höhen, die bis zu 2450 Meter aufragen, liegt zwischen den zuvor genannten Schotts, die sich vom Osten in Marokko bis nach Algerien hinein ziehen. Der Sahara Atlas, wie der Name schon sagt, weil er sich nahe der Sahara im Osten von Marokko bis nach Algerien hinein erstreckt.
Marokko Atlas, Wetter
Im Jahresdurchschnitt liegen die Temperaturen im Mittel bei 20 Grad im Atlasgebirge in Marokko aufgeheizt von den Winden des sogenannten Samum der bis an die gedachte Linie der aufragenden Steilwände des Tafialet, (Steppe südlich des Hohen Atlas) nahe Tafaroute, Marrakesch und Midelt heranreicht. In den Savannen und Steppen des Atlas fällt übers Jahr verteilt eine Niederschlagsmenge von in etwa 2000 mm im Hohen Atlas und in etwa 500 mm in den Niederungen.
Marokko Atlas, Bewohner
Das Atlasgebirge in Marokko ist der am meist besiedelte Teil von Marokko, von den großen Städten an der Küste mal abgesehen, die neben den Ausläufern des Hohen und mittleren Atlas liegen, wie Rabat der Hauptstadt von Marokko, Casablanca Marakech und Agadir, weil hier das Klima nicht so trocken ist, als in der Nähe der Wüste, Sahara.
Der Atlas in Marokko ist von den Berbervölkern der Hamiten und den Semiten, die zu der Sunitischen Glaubensrichtung zählt, bewohnt. Die Juden, in Marokko zählen heute nach der letzten großen Auswanderungen nur noch zu Minderheit der Bevölkerung des Atlas. Alte jüdische verlassene prachtvolle Kasbahs kann man in Fes bewundern und begehen. Christen gibt es auch noch im Atlas in Marokko, doch die gehören wie die Juden gleichermaßen zur Minderheit und deshalb kaum erwähnenswert.
Marokko Atlas, Wirtschaft
Im Atlas wird Mittelmeerischer Anbau an der Küste mit Datteln, Feigen, Orangen und Zitronen wegen dem Wasser, das die Pflanzen vom Einfluß der Meeresbrise begünstigt durch die Aufnahme des Tau der über Nacht Ausfällt, betrieben. Es ist nur primitiver Anbau von Getreide und Kartoffeln in den Hochebenen des Atlas wegen wenig Regen, Geröll und Steine möglich. Korkeichen, Ölbäume und Hirten mit ihren Viehherden prägen das Bild im Atlasgebire. Im Rif, Bauen heute noch die sogenannten Rifkabylen (Berberstämme) Hanf an, weil in dem trockenen Gebiet, in dem sie leben sonst nichts wächst und sie nicht wissen wie sie sonst ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die Landflucht ist wegen diesen schlechten Bedingungen in Marokko zu einem großen Problem geworden, weil ganze Landstriche von den jüngeren Marokkanern verlassen werden. Erdgas, Erdöl und Eisenerzabbbau haben im Atlas in Marokko keine große wirtschaftliche Bedeutung. Der Tourismus im Atlas beschränkt sich auf die Gebiete am Mittelmeer nahe Mellila am Tell Atlas. Tanger, Fes, Infrane (Wintersport) am Mittleren Atlas. Marakesch am Hohen Atlas und Tafraoute im Tafialet sowie Midelt mit den Ammoniten und Versteinerungen. Der Osten des Atlas in Marokko besonders um die Stadt Ketama ist für eine Reise nicht so sicher wie der restliche Teil weil es vorkommen kann, daß Touristen dazu genötigt werden etwas zu kaufen. So soll es vorkommen, daß die Bosse und Barone mit der marokkanischen Polizei gemeinsame Sache machen, indem man an der Straße verkauft und etwas weiter die Polizei kontrolliert. Zahlt man dann nicht gleich genug Backschisch (Bestechungsgeld) muß man mit zur Polizeistation. Da dort noch mehr Polizisten anwesend sind wird es dann erst richtig teuer, weil man noch mehr Polizisten bestechen muß, um aus der Gefahrensituation heraus zu kommen in die man per "Zufall" leicht hineingeraten kann. In Reiseführern kann man solche Situationen nachlesen, bei denen Reisende die mit einem Wohnmobil durch das Rif gefahren sind an der Strecke von den Verkäufern gezwungen wurden anzuhalten und erst wieder weiterfahren konnten, nachdem sie etwas gekauft hatten. Dazu postieren sich die Händler, die oft aus Minderjährigen bestehen mitten auf der Straße um Reisende mit ihren Reisemobilen anzuhalten. Solche Situationen haben wir selbst erlebt, konnten jedoch durch einen "Trick" diese locker meistern.
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